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Pfarreiengemeinschaft TauberGau

Kreuz Fastenzeit

    

Geistlicher Impuls

Liebe Leser,

„Ich aber sage Euch: Liebet eure Feinde!“

Seinen Nächsten lieben ist ein hoher Anspruch. Ich muss von mir selbst aus „ganzheitlich“ den anderen in Blick nehmen. Was sind wir froh, wenn das uns Christen im Alltag wenigstens ansatzweise gelingt! Jesus will jedoch noch mehr: „Liebet eure Feinde!“

Für das wandernde Volk Israel war die „Rache“ so etwas, wie ein „Überlebenstrieb“. Man musste sich sicher sein, dass der Feind nicht weiter mordet, Unheil richtet, usw. Insofern war die „Rache“ sogar verständlich.

In unserem rechtsstaatlich geprägten Land scheint die Rache auch so etwas, wie eine „Aufarbeitung“ zu sein. Wenn Eltern das Kind nicht zurückgegeben wird, weil es bestialisch umgebracht wurde, ist es vordergründig für viele verständlich, wenn man dem Täter alles nur Böses wünscht. Jesus sagt diesem „Rachegelüst“ eine klare Absage.

Rache ist eine andere, eine weiterführende Form der mörderischen Tat. Sie steigert sich und vernichtet so viel Menschenleben, wie in Syrien sehr deutlich wahrzunehmen ist.

Feindesliebe heißt aus der Sicht eines Christen: herausfinden, was jemanden zu einer bösen Tat veranlasst; dann muss er dafür büßen. Dann aber muss er geliebt werden, damit er hoffentlich nicht mehr zu so etwas fähig ist; denn wer geliebt wird, kann gar nicht anders als selbst zu lieben.

Einen gesegneten Sonntag wünscht Pfarrer Wolfgang Zopora

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